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Gut beworben ist halb eingestellt!

Allgemeines

Mit der schriftlichen Bewerbung lernt Sie Ihr potenzieller Arbeitgeber das erste Mal kennen. Entweder Ihre Unterlagen überzeugen, oder Sie sind bereits hier aus dem Rennen.

Zu den vollständigen Bewerbungsunterlagen, die unbedingt in Ihrer Mappe liegen müssen, gehören:

 

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Foto
  • Schul- und Arbeitszeugniskopien
  • Bescheinigungen/Zertifikate (z.B. Qualifikationen, Weiterbildung)

 

Wählen Sie die Anlagen sorgfältig aus und vermeiden Sie eine Fülle von langweiligen Papieren. Ordnen Sie deshalb Ihre Unterlagen ihrer Bedeutung nach. Das Anschreiben liegt lose ganz oben. Als erstes abgeheftet ist das wichtigste Dokument Ihrer Bewerbung: der Lebenslauf. Hier klebt auch Ihr Foto, es sei denn, Sie entscheiden sich für eine Variante mit gestaltetem Deckblatt, wo Sie Ihr Foto platzieren könnten.

Zeugnisse sind chronologisch zu ordnen: Je aktueller und je höher der Bildungsabschluss, desto interessanter ist es für den Personaler und desto weiter oben liegt es in Ihrer Mappe. Verschicken Sie niemals die Originale, gute Fotokopien Ihrer Zeugnisse sind ausreichend.

Anschreiben

Das Anschreiben ist einfach gegliedert. Dem Briefkopf folgt die Betreffzeile mit der Stellenbezeichnung und der Quelle. Im Adressfeld und in der Anrede sollten Sie Ihren Adressaten namentlich nennen. Danach erläutern Sie in ein bis zwei Sätzen, weshalb Sie sich auf diese Stelle bewerben und bringen die Belege für Ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen an.

Achten Sie auf einen seriösen, aber souveränen und persönlichen Stil. Vermeiden Sie die üblichen Floskeln. Halten Sie sich kurz. Sie sollten sich auf 6 bis 8, maximal 10 Sätze beschränken. Makellose Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik sind selbstverständlich.

Verwenden Sie hochwertiges Papier und unterschreiben Sie idealerweise mit Füller.

Lebenslauf

Der Lebenslauf ist das Herz Ihrer Bewerbung. Hier werden Ihre wichtigsten Informationen und Argumente in tabellarischer Form dargestellt. Der Lebenslauf wird in maschinen- bzw. PC-geschriebener Form erwartet. Er sollte maximal drei (besser zwei) Seiten lang sein.

Folgende Punkte sollten auf jeden Fall enthalten sein:

 

  • persönliche Daten (Vor- und Zuname, Geburtsdatum und -ort, nicht zwingend, aber durchaus üblich:
    Familienstand, Staatsangehörigkeit)
  • Schulbildung (besuchte Schulen, Schulabschluss)
  • Hochschulstudium (Fächer, Universität, Abschlüsse, Thema der Abschlussarbeit)
  • Berufstätigkeit/-ausbildung (Art der Berufsausbildung, Ausbildungsfirma und -institutionen mit Ortsangabe)
  • berufliche Weiterbildung
  • außerberufliche Weiterbildung (Fremdsprachen)
  • Sonderinformationen (z.B. Auslandsaufenthalte)
  • besondere Kenntnisse (z.B. Fremdsprachen, EDV etc.)
  • Hobbys/Interessen (ehrenamtliches, soziales Engagement, Sport, Politik etc.)
  • Ort, Datum, Unterschrift


Es gibt zwei Möglichkeiten, Ihren Lebenslauf zu gestalten: chronologisch oder nach Kategorien geordnet. Bei der chronologischen Abfolge beginnen Sie entweder heute und gehen auf der Zeitachse zurück (amerikanische Form). Oder Sie verwenden die konventionelle deutsche Form, d.h. Sie gehen den umgekehrten Weg. Die zweite Variante arbeitet mit Oberbegriffen. Sie gliedern Ihre Karriere nach Themenschwerpunkten, zum Beispiel: Schulbildung, Auslandsaufenthalte, etc. Diese Variante bietet sich an, wenn man längere Pausen im Berufsleben geschickt kaschieren will. Die Anordnung der Kategorien wird durch ihre jeweilige Relevanz für die Bewerbung bestimmt.

Bei Bewerbern mit viel Berufspraxis und mehreren Stellenwechseln gerät der Lebenslauf manchmal zu lang. Deshalb ist es empfehlenswert, einen tabellarischen Abriss voranzustellen, der nur in Kurzform die verschiedenen Stationen aufführt.

Foto

Die Wirkungskraft von Fotos ist größer als die jedes noch so guten Textes. Investieren Sie also ausreichend Geld in Ihre Bewerbungsfotos. Ein guter Fotograf kann jeden ins rechte Licht rücken und wird Sie ausführlich beraten. Sofortbilder sind inakzeptabel, Digitalbilder nur bei hervorragender Qualität zu empfehlen. Häufig sind Schwarzweißbilder vorteilhafter als Farbfotos. Überlegen Sie sich vorher, welche Eigenschaften Sie durch Ihr Foto kommunizieren möchten und wählen Sie Kleidung, Farbe, Ausschnitt etc. entsprechend aus.

Gleiches gilt auch bei der Wahl des Formats. Mit einem Format von etwa 6 x 4 cm hinterlassen Sie einen guten Eindruck. Auch ein quadratisches Format ist zu empfehlen.

Die "Dritte Seite"

Mit der sogenannten Dritten Seite zieht man Aufmerksamkeit auf sich. Wer hier in wenigen kurzen Sätzen einen überzeugenden Eindruck vermitteln kann, hat gute Chancen auf ein Vorstellungsgespräch. Inhaltlich darf das geschriebene auf dieser Seite in Zusammenhang mit Aussagen im Anschreiben und Lebenslauf stehen. Vermeiden Sie aber offensichtliche Wiederholungen. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Persönlichkeit steht im Vordergrund. Achten Sie dennoch auf das Bild, das Sie von sich kommunizieren möchten und richten Sie die Gestaltung der Dritten Seite stilistisch und inhaltlich daran aus.

Eine Dritte Seite zeigt zusätzlich die entscheidenden Argumente auf, warum Sie als Bewerber unbedingt in die engere Auswahl gehören. Das Auge bleibt am Ungewöhnlichen hängen und wird so zum Weiterlesen animiert.

Checkliste

Hier die wichtigsten formalen Punkte, die Sie unbedingt einhalten sollten:

 

  • Verwenden Sie für Anschreiben und Lebenslauf nur gutes weißes, evtl. auch dezent getöntes Papier
  • Benutzen Sie einen Computer mit möglichst gutem Drucker
  • Achten Sie auf Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung!
  • Achten Sie auf ein großzügiges Layout, gute Platzeinteilung und angemessene Ränder (ca. 4 cm links, 3 cm rechts).
  • Vermeiden Sie Flecken, Eselsohren
  • Verwenden Sie für die Anlagen nur gute, unverknickte Fotokopien. Beglaubigungen sind nur in seltenen Fällen erforderlich (vor allem im öffentlichen Dienst)


Kontrollieren Sie die Reihenfolge Ihrer Unterlagen: Nach dem oben auf der Mappe lose aufliegendem Anschreiben folgen:

 

  • evtl. ein Deckblatt
  • Lebenslauf mit Foto
  • evtl. Dritte Seite
  • Zeugnisse (Kopien)
  • ggf. Zertifikate/Referenzen


Als Mappe eignen sich Thermoschnell- bzw. Spiralbindungssysteme mit Overheadfolie und Kartondeckel. Ihre Bewerbung sollte einfach zu durchblättern und gegebenenfalls zu vervielfältigen sein. Benutzen Sie zum Versand einen ausreichend frankierten Din-A-4-Umschlag mit verstärktem Rücken.

Vorstellungsgespräch

Sie haben eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Sie müssen damit rechnen, im Gespräch mindestens zwei Personen gegenüber zu sitzen: einem Vertreter der Personalabteilung und einem Abteilungsleiter oder Projektverantwortlichen. Es können aber noch mehr Personen hinzukommen. Das ist abhängig von der Position und vom Unternehmen. Sie sollten sich von jetzt an nicht nur auf Ihre gute Bewerbungsmappe verlassen. Ihr Auftreten und Ihre Reaktionen im Vorstellungsgespräch werden zur Beurteilung Ihrer Persönlichkeit in entscheidendem Maße herangezogen.

Vorbereitung:

Sie sollten sich intensiv mit Ihren Stärken und Schwächen und mit dem jeweiligen Unternehmen beschäftigt haben. Wenn man Ihnen im Bewerbungsgespräch Lücken nachweisen kann, die Sie aus leicht zugänglichen Quellen hätten schließen können, müssen Sie damit rechnen, schnell aus dem Rennen zu sein. Als gut informierter Bewerber beweisen Sie Interesse und Motivation.

Die richtige Kleidung ist entscheidend. Es ist besser sich eher konservativer als zu leger zu kleiden. Bewerben Sie sich auf eine Führungsposition? Dann ist der Anzug mit Krawatte für den Herren obligatorisch. Als Frau sollten Sie nur ein dezentes Make-up verwenden und auf freizügige Kleidung verzichten.


Das Gespräch:

Der Gesprächsablauf lässt sich in verschiedene Schritte einteilen:

Begrüßung und Vorstellung. Zum Warmwerden wird man Ihnen z.B. Fragen nach der Wegstrecke und den Straßenverhältnissen stellen und Ihnen ein Getränk anbieten. Nutzen Sie diese Gesprächsphase bereits, um eine positive Atmosphäre zu schaffen, seien Sie locker und freundlich.

Ihre Fragen an das Unternehmen:

  • Fragen zur persönlichen Situation
  • Fragen zu Ihrer Aus- und Weiterbildung
  • Fragen zu Ihrer beruflichen Entwicklung
  • Fragen zum Unternehmen und der ausgeschriebenen Position
  • Fragen zu vertraglichen Aspekten

Wenn Ihre Gesprächspartner das Thema Gehalt nicht ansprechen, dann zögern Sie nicht, selbst nachzufragen.

Lassen Sie sich durch gezieltes Nachfragen nicht aus der Ruhe bringen. Man will sehen, wie Sie mit bestimmten Situationen umgehen. Ihre Gesprächspartner reden die meiste Zeit selbst. Hören Sie aufmerksam zu und machen Sie sich Notizen

Es wird oft so sein, dass offene Fragen gestellt werden. Eine Standardfrage ist: "Wir möchten Sie gerne noch etwas genauer kennen lernen, erzählen Sie uns einmal etwas über sich!". Verlieren Sie sich dabei nicht in Details, ein zwei- bis dreiminütiger Vortrag ist völlig ausreichend.

Wichtig: Äußern Sie sich nicht negativ über frühere Arbeitgeber. Man könnte Sie dann als schwierigen Mitarbeiter einordnen.

Der persönliche Eindruck spielt während des Gesprächs die entscheidende Rolle. Dieser ist natürlich immer subjektiv. Er ist abhängig vom Unternehmen, Ihren Gesprächspartnern, den für die Position erwarteten sozialen Kompetenzen und den Mitarbeitern, mit denen Sie zukünftig zusammenarbeiten sollen.

Typische Fehler von Bewerbern in Vorstellungsgesprächen, die von Personalfachleuten immer wieder festgestellt werden:

  • das äußere Erscheinungsbild ist nicht überzeugend
  • mangelnde Vorbereitung des Gesprächs
  • mangelnde Begeisterungsfähigkeit und zu geringes Selbstvertrauen
  • schlechte Selbstdarstellung
  • keine ausreichende Rechtfertigung des häufigen Stellenwechsels
  • zu frühes Feilschen um vertragliche Details
  • im Gespräch zu frühe Resignation
  • Unfähigkeit, die eigene Person objektiv darzustellen


Nachbereitung des Gesprächs:

Wenn das Vorstellungsgespräch beendet ist, sollten Sie sich einige Fragen in Bezug auf Ihr Verhalten stellen. Des Weiteren können Sie das Verhalten Ihrer Gesprächspartner näher unter die Lupe nehmen. Man könnte sich folgende Fragen stellen:

  • Auf welcher Hierarchiestufe waren Ihre Gesprächspartner angesiedelt?
  • Waren Ihnen Ihre Gesprächspartner von Anfang an sympathisch? Gab es Veränderungen während des Gesprächs?
  • Wie war die Gesprächsatmosphäre?
  • Wie glauben Sie, dass Ihre Gesprächspartner Sie empfunden haben?
  • Glauben Sie, dass Sie Ihre beruflichen Ziele, Ideen und Vorstellungen in dieser Firma verwirklichen können?
  • Welchen Eindruck haben Sie nach den Schilderungen Ihrer Gesprächspartner von Vorgesetzten, Kollegen und Betriebsklima?

Während des Vorstellungsgespräches sind Sie angespannt und nervös. Viele Informationen stürzen auf Sie ein und müssen verarbeitet werden. Wie schnell haben Sie wichtige Dinge vergessen. Nutzen Sie deshalb die Möglichkeit, Ihre Eindrücke direkt nach dem Gespräch in Stichpunkten festzuhalten. Es wird Ihnen helfen, sich mögliche Fehler zu verdeutlichen und ist eine gute Vorbereitung auf ähnliche Situationen.

Stichpunktartige Nachbereitung des Gesprächs:

  • Gespräch mit (Firma, Name)
  • Verlauf des Gesprächs
  • positive Punkte/negative Punkte
  • Fragen, die ich im nächsten Gespräch noch klären möchte
  • Das will ich zukünftig besser machen
 
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